Abifeier 2017/18
31. Juli 2018
Mesale auf der Parentum, Fürth
8. November 2018

Weimar und KZ-Buchenwald

Der Reisebus war fast bis auf den letzten Platz besetzt als er am Dienstag, den 25.09.2018 von der Mesale FOS aus startete. An Bord die Schülerinnen und Schüler der elften und zwölften Klassen, das Lehrerkollegium, die Schulleitung und Geschäftsführung sowie ein Mitglied des Schulbeirates und weitere Interessierte des Vereins.

Die Fahrt führte zunächst nach Weimar. Die geschichtsträchtige Stadt, in der Goethe und Schiller wirkten und die Weimarer Republik ausgerufen wurde, war leider auch vereinnahmt von Hitlers Plänen eines großdeutschen Reiches. In einer thematischen Führung zur Rolle Weimars im Dritten Reich besichtigten die Schülerinnen und Schüler die noch teilweise vorhandenen Gebäude des großangelegten Gauforums, das die Innenstadt Weimars bis heute prägt.

Am Nachmittag setzte sich unser Bus wieder in Bewegung und steuerte die KZ-Gedenkstätte Buchenwald außerhalb der Stadt an. Der Weg zur Gedenkstätte führt durch die namengebenden Buchenwälder. Schon die Durchfahrt durch die scheinbar idyllische Landschaft hinterließ bei allen ein beklemmendes Gefühl, denn die sogenannte „Blutstraße“ wurde von Häftlingen des KZ unter schwersten Bedingungen erbaut. Unserem stellvertretenden Schulleiter Ulrich Schmidt-Arras ist die Erinnerung an die Grauen des NS-Regimes ein besonderes Anliegen und so hatte er die Gedenkstätte häufig selbst besucht und führte an diesem Tag die Gruppe der Mesale FOS über das Gelände. Eindringlich berichtete er von den Haftbedingungen im Lager.

Das Leid, das den Opfern und deren Angehörigen widerfahren ist, bleibt unvorstellbar, die Torturen, denen sie ausgesetzt waren unbegreiflich. Nicht zu vergessen, die 56.000 Opfer, die zwischen 1937 und 1945 zu Tode kamen. Was wir heute noch für sie tun können ist, uns erinnern, durch Besuche wie diese. Und so verhindern, dass rechtsextremes Gedankengut wieder Einzug in unsere Gesellschaft hält.

Und das Leid war mit der Befreiung nicht beendet. Richtete doch die UdSSR auf dem Gelände eines ihrer berüchtigten Speziallager, das nochmals 7.000 Menschen das Leben kostete. Diese wurden anonym verscharrt und erst mit der Wende konnte ihrer symbolisch durch die Errichtung von Edelstahlstelen gedacht werden.

Der Besuch der Gedenkstätte löste Entsetzen und Erschütterung über die Grausamkeit des Menschen aus und zeigte uns eindringlich, dass wir uns immer wieder erinnern und für mehr Menschlichkeit einsetzen müssen.

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