Fachpraktische Ausbildung

Aufgaben und Ziele

Die Schüler kommen meist ohne praktische Erfahrungen aus sozialen Tätigkeitsbereichen an die Fachoberschule.

Schüler

  • sammeln systematisch, reflektiert, fachlich angeleitet und vertieft Erfahrungen in verschiedenen sozialen Tätigkeitsfeldern,
  • entwickeln und erwerben fachliches Wissen, praktische Erkenntnisse und Fähigkeiten, Sensibilität für soziale und gesellschaftliche Fragestellungen, Sozialkompetenz und Selbstwirksamkeit,
  • lernen Erfahrungen aus dem Praktikum mit dem Fachunterricht sinnvoll zu verknüpfen, bzw. diese als wertvolle Grundlage im Fachunterricht zu nutzen,
  • erfahren eine exzellente Gelegenheit, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und sich beruflich zu orientieren,
  • lernen ganzheitlich und handlungsorientiert.

Hierdurch erwerben sie umfassende persönliche und berufliche Handlungsfähigkeit hinsichtlich Einsatzfreude und Verantwortungsbereitschaft, Belastbarkeit und Selbstorganisation, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit.

Gliederung

Die fachpraktische Ausbildung gliedert sich insbesondere in die folgenden Teilbereiche:

  • Fachpraktische Tätigkeit in der Ausbildungsstelle und
  • Fachpraktische Anleitung durch die Schule.

Ausbildungsinhalte

Von den Zielen der fachpraktischen Ausbildung lassen sich folgende Inhalte ableiten:

  • Information über die innere und äußere Struktur der sozialen Einrichtung, in der die Schülerinnen und Schüler tätig sind;
  • Mitwirkung (Mitarbeit) bei der jeweiligen Erziehungs-, Betreuungs- und/oder Pflegearbeit;
  • Reflexion und Auswertung von Erfahrungen und Problemen des Praktikums.

Sozialpädagogische Handlungsfelder

Wichtig für das Erreichen der Ziele der fachpraktischen Ausbildung ist, dass die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Tätigkeitsbereichen mitarbeiten.
Sie lernen zwei bis vier unterschiedliche Einrichtungen in folgenden sozialpädagogischen Handlungsfeldern (Tätigkeitsbereichen) kennen:

  • Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im erzieherischen Bereich
    Einrichtungen der Frühförderung und der offenen Kinder- und Jugendarbeit (z. B. Kinder- und Spielhäuser, Abenteuerspielplätze, Kindergärten, Horte, Jugendzentren, Jugendbildungsstätten, Heime, Gemeinwesenarbeit),
  • Soziale Arbeit im heilpädagogischen Bereich
    Einrichtungen, die Menschen mit erschwerten Entwicklungsbedingungen soziale und gesundheitliche Hilfen geben (z. B. Einrichtungen zur Frühdiagnose und Frühförderung, schulvorbereitende Einrichtungen und Schulen zur individuellen Lernförderung, Werkstätten für Behinderte, Heime, Einrichtungen, die berufliche und soziale Rehabilitation vornehmen),
  • Soziale Arbeit im Rahmen der Altenbetreuung und im pflegerischen Bereich
    Einrichtungen für soziale und gesundheitliche Hilfen im ambulanten und stationären Bereich (z. B. Altenheime, Altenclubs, Sozialstationen, Krankenhäuser, gerontologische Stationen, ambulante Dienste),
  • Soziale Arbeit in weiteren sozialpädagogischen Arbeitsfeldern
    Einrichtungen der Sozialverwaltung, der Ausländerpädagogik, der Medienpädagogik, in alternativen Formen der Jugendarbeit, Arbeit mit Erwachsenen etc.

 

(Quelle:http://www.bfbn.de/berufliche-oberschule/fachoberschule/ausbildungsrichtungen/sozialwesen/)